Archiv des Autors: Amelie Stöber

OWL: Stammtisch-Treffen in Bielefeld am 7. April 2022

In Ostwestfalen-Lippe haben Ulrike Otten und Dr. Kira Ebert die Leitung der Regionalgruppe übernommen, der erste Stammtisch findet am 7. April in Bielefeld statt.

Dr. Kira Ebert

Dr. Kira Ebert

Alle interessierten Kolleginnen aus der Region sind herzlich zum ersten Treffen unter neuer Leitung eingeladen. Themen sind unter anderem die anstehenden KZV-Wahlen und die Unterstützung der Detmolder Dentista-Liste, aber natürlich soll auch der allgemeine Austausch nicht zu kurz kommen. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Kachelhaus freuen sich die Leiterinnen auf einen schönen Abend und das gegenseitige Kennenlernen mit vielen gleichgesinnten Kolleginnen.

Termin: Donnerstag, 7. April 2022, 19 Uhr

Ort: Restaurant Kachelhaus, Hagenbruchstraße 13, 33602 Bielefeld

Anmeldung & Kontakt: Ulrike Otten, vdzae-dentista-wl@gmx.de

KÖLN: Nächster Stammtisch am 09. März 2022

Nach längerer Pause ist nun wieder ein Stammtisch-Treffen im Kölner Raum unter Leitung von Dr. Uta Steubesand am 9. März 2022 geplant.

Regionalgruppenleiterin Dr. Uta Steubesand (rechts)

Das Restaurant „Schliesings in der Decksteiner Mühle“ hat angeboten, extra für diesen Termin für die Regionalgruppe zu öffnen bei entsprechender Teilnehmerzahl und ein gemeinsames Menü anzubieten.

Zur Planung wird deshalb eine verbindliche Anmeldung der interessierten Kolleginnen für diesen Termin benötigt. Uta Steubesand würde sich natürlich freuen, viele Kolleginnen zum Austausch wiedertreffen und kennenlernen zu können. Weitere Details folgen dann nach Anmeldung per E-Mail.

Termin: Mittwoch, 09. März 2022, 19.30 Uhr
Ort: Schliesings in der Decksteiner Mühle, Gleueler Strasse 371, Köln-Lindenthal
Infos und Gästeliste: Praxis Dr. Steubesand – Ansprechpartner Stephanie Lingohr, sl@dr-steubesand.de

1. Bayerischer Netzwerk- und Trainingstag für Zahnärztinnen

Am 12. März 2022  veranstaltet die eazf erstmalig in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszahnärztekammer und Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrztinnen und dem Zahnärztinnen Netzwerk Deutschland einen gemeinsamen Netzwerk- und Fortbildungstag.
Den Veranstaltungsrahmen bilden zahnmedizinisch-fachliche Vorträge von Expertinnen und Experten aus den Reihen der Kooperationspartner zu den Themenbereichen Implantologie, Parodontitistherapie und Kommunikation.
Mit diesem Format schaffen wir eine Plattform für professionelles Netzwerken unter Zahnärztinnen und bieten die Möglichkeit, sich gezielt zu allen Fragen und Herausforderungen als Unternehmerin und Zahnärztin auszutauschen. Die Teilnehmerinnen sollen auch ermutigt werden, ihr durch diese Veranstaltung erweitertes Netzwerk aktiv zu nutzen und zu pflegen, um vom Erfahrungswissen der Kolleginnen profitieren zu können.
Den Veranstaltungsrahmen bilden zahnmedizinisch-fachliche Vorträge von Expertinnen und Experten aus den Reihen der Kooperationspartner zu den Themenbereichen Implantologie, Parodontitistherapie und Kommunikation.
Für Teilnehmerinnen, die bereits am Vorabend der Veranstaltung anreisen, besteht bei einem gemeinsamen Abendessen um 19.00 Uhr Gelegenheit zum Kennenlernen und Gedankenaustausch.
Wir freuen uns auf rege Teilnahme und interessante Gespräche!
Anmeldung unter https://www.eazf.de/sites/netzwerk-zahnaerztinnen
Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist, dass Netzwerken gerade für uns ZahnMedizinerinnen so wichtig ist, kann gerne in unseren gemeinsam erstellten Podcast reinhören :
Folge 28: Netzwerken
Als Ärztinnen und Zahnärztinnen Netzwerk haben wir natürlich schon einige Erfahrungen damit Verbindungen zu knüpfen. Umso mehr freuen wir uns über unseren Gast Martina Werner von Dentista e.V., die uns erläutert, wie wichtig eigentlich das Netzwerken besonders für Ärztinnen ist.
 https://zahnaerztinnen-netzwerk.com/ungeschminkt-und-ohne-kittel/

VORDERPFALZ: Nächster Stammtisch am 15. März 2022

Der nächste Pfälzer Dentista Stammtisch findet unter Leitung von Franka Meuter am 15. März  2022 statt.

Nach einer längeren Pause geht der Pfälzer Dentista-Stammtisch in die nächste Runde! Regionalgruppenleiterin Franka Meuter lädt alle interessierten Kolleginnen aus der Region am 15. März um 19.30 Uhr herzlich zum Treffen in einem netten Restaurant beim gemeinsamen Abendessen ein. Je nach Teilnehmerzahl wird der Ort gewählt und rechtzeitig bekannt gegeben.

Wer auf die Gästeliste gesetzt werden möchte, meldet sich gerne vorab bei der Leiterin.

Termin: Dienstag, 15. März 2022, 19.30 Uhr

Ort: wird rechtzeitig bekannt gegeben

Infos & Gästeliste: Franka Meuter, dentista-pfalz@web.de

STIPENDIUM FÜR AS-AKADEMIE – Bewerbung bis 15.01.2022

Der Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrztinnen hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die Interessen der Zahnärztinnen zu vertreten sowie die Kompetenzen der Mitglieder in standespolitischer und berufsrechtlicher Sicht zu fördern. Daher wird Dentista e. V. kommendes Jahr erstmals ein Stipendium für ein Studium an der AS-Akademie an eines der Dentista-Mitglieder vergeben.

Die Akademie für freiberufliche Selbstverwaltung und Praxismanagement hat ihren Sitz in Berlin und wird von den Körperschaften der Zahnärzte getragen. Das berufsbegleitende Studium beleuchtet unter anderem Themen wie zahnärztliche Selbstverwaltung, Berufspolitik, Qualitätsmanagement, Kommunikation und Geschäftsführung. Neben den Vorlesungen besteht die Möglichkeit, an Fachexkursionen – beispielsweise ins EU-Parlament nach Brüssel – teilzunehmen.

„Wir möchten unsere Mitglieder dabei unterstützen, sich standespolitisch zu engagieren und Aufgaben in der Selbstverwaltung zu übernehmen“, betont Dentista-Präsidentin Dr. Rebecca Otto. „Das Studium der AS-Akademie ist eine sehr gute Vorbereitung dafür und bietet die Möglichkeit, sich umfassendes Wissen über das Gesundheitswesen und die Selbstverwaltung anzueignen, einschließlich der politischen, ökonomischen und rechtlichen Grundlagen.“ Auch im Bereich Praxisorganisation und Praxismanagement setzt das Studium Schwerpunkte und kann für die Niederlassung sehr hilfreich sein. Bei erfolgreich bestandener Zertifikatsarbeit am Ende des zweijährigen Studiums wird das Abschlusszertifikat „Manager in Health Care Systems / Freiberufliche Selbstverwaltung und Praxismanagement“ verliehen.

Wir übernehmen für eines unserer Mitglieder die kompletten Studiengebühren in Höhe von 3.900 Euro für den kommenden Studiengang 2022/2023. Zusätzlich konnten wir die BFS health finance GmbH als Kooperationspartner gewinnen, der einen Zuschuss zu Reise- und Hotelkosten zugesagt hat“, sagt Dr. Rebecca Otto. „Und natürlich unterstützen wir die Stipendiatin sehr gerne bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeit.

Wer Interesse hat, kann sich noch bis zum 15. Januar bewerben. Dentista-Mitglieder können die vollständige Bewerbung mit kurzem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben aus dem hervorgeht, warum Interesse an dem Stipendium und dem Studium an der AS-Akademie besteht, per Mail an info@dentista.de schicken.

DENTISTA E.V. UNTER NEUER FÜHRUNG: Mitgliederversammlung wählt Dr. Rebecca Otto zur neuen Präsidentin

Die Mitgliederversammlung des Dentista e.V. wählte die Jenaer Kinderzahnärztin Dr. Rebecca Otto (vorne links) zur neuen Präsidentin. Dr. Susanne Fath (vordere Reihe Mitte) hatte zuvor aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung gestellt. (Quelle: Dentista e.V.)

Die Mitgliederversammlung des Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrzinnen wählte am 15. Oktober 2021 in Berlin Dr. Rebecca Otto einstimmig zur neuen Präsidentin. Dr. Susanne Fath hatte zuvor aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung gestellt. Der damit einhergehende Generationenwechsel an der Spitze des Verbandes solle auch den wachsenden Herausforderungen in Standespolitik, Medienarbeit und dem Ausbau künftiger Kooperationen Rechnung tragen.

Dr. Rebecca Otto, Präsidentin des Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrzinnen (Quelle: Otto/Sina Günter)

„Ich habe mich nach reiflicher Überlegung entschieden, das Amt der Präsidentin aus persönlichen Gründen niederzulegen“ erklärte Dr. Susanne Fath während der Versammlung und betonte die wichtige Rolle, die der Verband mittlerweile auch in der zahnärztlichen Standespolitik spiele. „Es war ein langer Weg für uns Zahnärztinnen, vom Katzentisch – wenn denn überhaupt – der zahnärztlichen Berufs- und Standespolitik an den Verhandlungstisch zu kommen. Es waren erhebliche Widerstände zu überwinden, damit Frauen in der Selbstverwaltung wie auch den Kammern mitgestalten können. Angesichts des hohen Anteils in der Versorgung, der durch Frauen geleistet wird – und der im Übrigen auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird – ist der Weg noch lange nicht zu Ende.“

 

Dr. Fath resümierte denn auch nicht nur den anstehenden Berichtszeitraum, sondern zog Bilanz aus ihrer dreizehnjährigen Präsidentschaft. „Ich bin dankbar, auf erfolgreiche Jahre für Dentista zurückblicken zu können – gemeinsam haben wir viel erreicht. Dentista konnte sich im Lauf dieser Jahre etablieren als DER Verband, der die besonderen Interessen der Zahnärztinnen zuverlässig vertritt und gleichzeitig ein Forum zum Austausch und Netzwerk bietet. Ich freue mich, immer mehr Frauen in den oberen Spitzen unserer Gremien zu sehen, bis in die Führung der Bundeszahnärztekammer mit Dr. Romy Ermler als Vizepräsidentin. Aufgrund verschiedener Ereignisse in meinem persönlichen Umfeld ist es nun jedoch für mich an der Zeit, andere Prioritäten zu setzen – und den Staffelstab an eine jüngere Kollegin weiter zu geben“, erklärte Fath in ihrer Abschlussrede. Sie dankte den Vorstandskolleginnen und Wegbegleiterinnen der letzten Jahre für die kollegiale und vertrauensvolle Zusammenarbeit – und empfahl den Dentista-Mitgliedern Dr. Rebecca Otto als künftige Präsidentin.

 

Der neu formierte Vorstand um Präsidentin Dr. Rebecca Otto dankt Dr. Susanne Fath für ihr Wirken und Engagement während der 13-jährigen Präsidentschaft (v.li.: Dr. Kathleen Menzel, Dr. Susanne Fath, Dr. Kerstin Finger, Dr. Rebecca Otto und Dr. Juliane von Hoyningen-Huene). (Quelle: Dentista e.V.)

Diesem Vorschlag folgten die Mitglieder und wählten Dr. Otto, die in eigener Praxis in Jena als Kinderzahnärztin niedergelassen ist, einstimmig. Dr. Otto verfügt über viel Erfahrung in der Professionspolitik, ist seit vielen Jahren Mitglied des Dentista-Gesamtvorstandes und als Referentin im Bereich Praxisgründung und Kinderzahnheilkunde deutschlandweit tätig. In ihrer Antrittsrede dankte sie ihrer Vorgängerin – und den anwesenden Kolleginnen für das in sie gesetzte Vertrauen. „Das Amt der Präsidentin ist mit großen Herausforderungen verbunden, welche ich mit ebenso viel Besonnenheit und Geschick wie Susanne Fath erfüllen möchte. Ich werde die sehr erfolgreich eingeleitete Fortentwicklung des Verbandes weiterführen und einen verstärkten Fokus auf die Einbindung junger Kolleginnen legen. Und dies alles auf der Basis des unschätzbaren Erfahrungsschatzes der langjährigen Mitglieder dieses Verbandes. Es ist mir ein Anliegen, während meiner Amtszeit Brücken zu schlagen und neue Verbindungen und Netzwerke zu schaffen. Größter Dank und Anerkennung gilt neben den vielen engagierten aktiven Mitgliedern des Verbandes besonders Dr. Susanne Fath!“ In der anschließenden Klausurtagung vereinbarte der neu formierte Vorstand bereits erste Meilensteine künftiger Aufgaben.

GESCHICHTE GESCHRIEBEN: Stefanie Tiede zur Präsidentin der ZÄK MV gewählt

Als am 13. Oktober 2021 das Ergebnis der Wahl zum Präsidium der Zahnärztekammer M-V feststeht, macht der Begriff „denkwürdig“ die Runde – und das zu Recht: erstmals seit 31 Jahren heißt der Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, erstmals steht eine Frau an der Spitze der Zahnärztekammer. Die Delegiertenversammlung wählte mit überzeugender Mehrheit Stefanie Tiede zur Präsidentin der Zahnärztekammer M-V.

Dentista e.V. – Verband der ZahnÄrztinnen gratuliert Stefanie Tiede aufs herzlichste zu diesem großen Erfolg – sieht allerdings auch weiter Handlungsbedarf. „Es ist großartig, dass nun mit Stefanie Tiede eine junge Frau Präsidentin einer weiteren Zahnärztekammer in Deutschland ist – ein wichtiger Schritt“, so Dr. Kerstin Finger, Vizepräsidentin Dentista e.V. und verantwortlich für den Bereich Standespolitik. Nach wie vor sei man jedoch weit davon entfernt, in den standespolitischen Gremien die Realität der Basis abzubilden. Dies zu ändern, sei eine zentrale Zukunftsaufgabe des Verbandes, ja des gesamten zahnärztlichen Berufsstandes. „Mit Stefanie Tiede steht künftig eine Präsidentin an der Spitze der Zahnärztekammer M-V, die Oralchirurgin, Praxisinhaberin, Standespolitikerin und Mutter ist. Eine Frau, die die Herausforderungen unseres Berufsstandes sehr genau kennt. Wir wünschen ihr von ganzem Herzen Freude an den kommenden Aufgaben, stets eine glückliche Hand und gemeinsam mit den Vorstandskolleginnen und -kollegen viel Erfolg.“

PRAXISINHABERINNEN AUFGEPASST: Neue Versicherungspflicht in Kraft getreten

Jennifer Jessie

Autorin: RAin Jennifer Jessie, Beirätin Rechtsfragen Dentista e.V. (Kanzlei Lyck+Pätzold. healthcare.recht

Am 20.07.2021 ist mit § 95e SGB V ein neues Gesetz in Kraft getreten, wonach alle Leistungserbringer in der vertragsärztlichen Versorgung eine Berufshaftpflichtversicherung mit ausreichendem Deckungsschutz halten müssen. Dies betrifft damit natürlich auch alle Praxisinhaber, also Vertragszahnärzte, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Berufsausübungsgemeinschaften (BAG). Sie müssen nunmehr gegenüber dem jeweils zuständigen Zulassungsausschuss nachweisen, dass sie ausreichend gegen die sich aus der Berufsausübung ergebenden Haftpflichtgefahren versichert sind.

Die Regelung ist deswegen neu, weil es bisher keine bundeseinheitlich geregelte Versicherungspflicht für medizinische Leistungserbringer gab. Durch Einführung des § 95e SGB V hat sich dies nun geändert. Die Regelung sieht eine Mindestversicherungssumme und eine Nachweispflicht vor. Werden die Anforderungen nicht oder nicht ausreichend erfüllt, droht das Ruhen und schließlich sogar der Entzug der Zulassung.

Wann sind Praxisinhaber ausreichend versichert?

Das Gesetz sieht für Vertragszahnärzte ohne angestellte Zahnärzte aktuell eine Mindestversicherungssumme von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden für jeden Versicherungsfall sowie 6 Millionen Euro pro Jahr vor. Für Vertragszahnärzte mit angestellten Zahnärzten sowie auch für BAG und MVZ beträgt die Mindestversicherungssumme 5 Millionen Euro für jeden Fall sowie 15 Millionen Euro pro Jahr. Die Mindestversicherungssumme kann sich allerdings noch ändern, da der Spitzenverband Bund der Krankenkassen jeweils mit der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung bis zum 20.01.2022 höher Mindestversicherungssummen vereinbaren kann.

Versicherungsnachweis

Das Bestehen eines ausreichenden Versicherungsschutzes ist durch eine Versicherungsbescheinigung nach § 113 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) gegenüber dem Zulassungsausschuss nachzuweisen. Dies schon bei Antragsstellung auf Zulassung, Ermächtigung oder Genehmigung einer Anstellung oder auf Verlangen des Zulassungsausschuss. Weiterhin besteht die Verpflichtung auch das Nichtbestehen, die Beendigung sowie Änderung eines Versicherungsverhältnisses, die Versicherungsschutz im Verhältnis zu Dritten beeinträchtigen können, gegenüber dem Zulassungsausschuss unverzüglich anzuzeigen.

Folgen unzureichender oder fehlender Versicherung

Wenn der Zulassungsausschuss erfährt, dass kein ausreichender Versicherungsschutz vorliegt, wird er zunächst zur unverzüglichen Vorlage einer Versicherungsbescheinigung auffordern. Kommt man dieser Aufforderung allerdings nicht nach, hat der Zulassungsausschuss das Ruhen der Zulassung mit sofortiger Wirkung zu beschließen. Wird der Versicherungsnachweis auch trotz Ruhen der Zulassung weiterhin nicht erbracht, wird die Zulassung schließlich entzogen. Verstöße gegen die Versicherungspflicht werden zudem auch der Kammer gemeldet.

Praxistipp

Allen Praxisinhabern, MVZ und BAG ist dringend zu empfehlen, jetzt ihren aktuellen Versicherungsschutz zu überprüfen und ggf. erforderliche Anpassungen vorzunehmen, um das Ruhen oder sogar den Entzug der Zulassung zu vermeiden. Denn die Aufforderung der Zulassungsausschüsse zur Vorlage eines Nachweises wird innerhalb der nächsten 2 Jahre auf jeden Fall kommen und muss dann auch innerhalb von 3 Monaten nach Aufforderung vorgelegt werden. Bei Neuzulassungen von Vertragszahnärzten, BAG und MVZ sowie bei Anstellungsgenehmigungen werden die Zulassungsausschüsse die Versicherungsbescheinigungen zukünftig im Rahmen der Antragsstellung bereits anfordern. Da hier immer entsprechende Einreichungsfristen zu berücksichtigen sind, empfiehlt es sich auch hier, bereits jetzt tätig zu werden.

SOMMERZEIT IST URLAUBSZEIT: Das Wichtigste zum Urlaubsrecht

Jennifer Jessie

Autorin: RAin Jennifer Jessie, Beirätin Rechtsfragen Dentista e.V. (Kanzlei Lyck+Pätzold. healthcare.recht)

Das Thema Urlaub spielt in Arbeitsverhältnissen immer eine zentrale Rolle. Und da gerade wieder Urlaubszeit ist, wollen wir uns mit diesem Beitrag den wichtigsten Fragen zum Urlaubsrecht widmen. Gerade für Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber, insbesondere im Falle der Existenzgründung, ist es wichtig, die wesentlichen Grundzüge zu kennen, um für die jährlichen Urlaubsplanungen richtig gerüstet zu sein.

Wieviel Urlaub steht einem zu?

Das Urlaubsrecht sieht für alle Arbeitnehmer/Innen einen Anspruch auf bezahlten Urlaub vor. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub beträgt dabei 24 Arbeitstage bei einer 6-Tage-Woche (§ 3 BUrlG), entsprechend 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche. Natürlich steht es jedem Arbeitgeber frei, mehr Urlaubstage zu gewähren. In dem Fall empfiehlt es sich allerdings auch, dies vertraglich auch differenziert zu regeln.

Der Urlaubsanspruch entsteht zu Beginn eines Kalenderjahres auch stets in voller Höhe. Das heißt, man könnte auch gleich im Januar seinen ganzen Urlaub nehmen. Lediglich zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses gilt eine sog. Wartezeit für den Erwerb des vollen Urlaubsanspruchs (§ 4 BUrlG). In dieser Zeit entsteht der Urlaub anteilig (§ 5 BUrlG).

Wird Urlaubszeit vergütet und wenn ja, wie?

Da es sich um bezahlten Urlaub handelt, ist während der Urlaubszeit der durchschnittliche Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt zu bezahlten (§ 11 BUrlG). Ausgenommen sind zusätzlich für Überstunden geleistete Arbeitsentgelte. Dauerhafte Verdiensterhöhungen im Berechnungszeitraum sind ebenfalls zu berücksichtigen; umgekehrt sind Verdienstkürzungen, z.B. infolge von Kurzarbeit oder Krankheit unberücksichtigt zu lassen.

Urlaubszeitpunkt – Übertragung?

Der Urlaub wird grundsätzlich vom Arbeitgeber festgelegt und ist im laufenden Kalenderjahr vollständig zu gewähren und zu nehmen. Die Interessen der Arbeitnehmer sind zu berücksichtigen. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr kommt grds. nur in Betracht, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Der Urlaub muss dann bis spätestens 31.3. des Folgejahres genommen werden. Etwas anderes gilt nur im Falle der Krankheit. Hier gilt nach aktueller Rechtsprechung, dass der Urlaub dann erst 15 Monate später verfällt, wenn er aufgrund von Krankheit nicht mehr genommen werden konnte. Der Urlaubsanspruch verfällt allerdings auch dann nicht ohne Weiteres, wenn der Arbeitgeber nicht dafür sorgt, dass er auch vollständig genommen wird. Arbeitgeber sollten daher jedes Jahr die Mitarbeiter auf noch offene Urlaubsansprüche rechtzeitig hinweisen und genau darüber aufklären, wann der nicht genommene Urlaub ansonsten verfällt. Fehlt ein solcher Hinweis, verfallen die alten Urlaubstage nicht.

Wechsel von Voll- in Teilzeit

Wechselt ein Arbeitnehmer von einer Vollzeitstelle auf eine Teilzeitstelle, kommt es für die Ermittlung des Urlaubsanspruchs darauf an, ob die Anzahl der Arbeitstage gleich bleibt oder nicht. Hatte eine Arbeitnehmer z.B. bei einer 5-Tage-Woche 20 Urlaubstage und ändert sich nur die Anzahl der täglichen Arbeitsstunden, hat die Änderung keinen Einfluss auf die Anzahl der Urlaubstage. Erfolgt allerdings ein Wechsel von einer 5- auf eine 3-Tage Woche, ändert sich auch die Anzahl der Urlaubstage entsprechend.

Was ist bei Krankheit, Sonderurlaub, Elternzeit

Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs und wird die Krankheit durch Vorlage einer AU ordnungsgemäß nachgewiesen, so wird der Jahresurlaub durch die Krankheit unterbrochen und die Krankheitstage auf den Jahresurlaub nicht angerechnet (§ 9 BUrlG). Arbeitnehmer können ihren Urlaub allerdings nicht einfach eigenmächtig um die Tage der Erkrankung verlängern. Vielmehr sind die Urlaubstage, welche wegen Krankheit nicht genutzt werden konnten, von dem Arbeitgeber zu einem späteren Zeitpunkt zu gewähren. Im Falle von Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis und der Arbeitgeber, die Möglichkeit für die Zeit der Elternzeit den Urlaub anteilig zu kürzen (§ 17 Abs. 1 BEEG). Im Falle eines vereinbarten Sonderurlaubs (z.B. Sabbatical) ruht das Arbeitsverhältnis ebenfalls und nach höchstrichterlicher Rechtsprechung entsteht in der Zeit kein Urlaubsanspruch.

Urlaubsabgeltung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Urlaub soll grundsätzlich in Natur gewährt werden. Lediglich bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist der offene Resturlaub, sofern er nicht mehr vollständig genommen werden konnte, finanziell abzugelten (§ 7 Abs. 4 BUrlG).

Praxistipp

Auch wenn das Urlaubsrecht sehr geläufig erscheint, ist es durchaus auch sehr facettenreich und von regelmäßigen Neuerungen geprägt. Gerade für Praxisinhaberinnern und Praxisinhaber lohnt es sich, hier schon im Vorfeld der Vertragsgestaltung Mühe walten zu lassen, um von Anfang an richtig aufgestellt und vorbereitet zu sein.

EMSLAND: Stammtischtreffen zum Jahresausklang

Das Stammtisch-Treffen der Regionalgruppe Emsland zum Jahresausklang findet am 12. November 2021 statt.

Regionalgruppenleiterin Ariane Pieper lädt alle interessierten Zahnärztinnen zu einem schönen gemeinsamen Abend mit spannenden Gesprächen ein und freut sich sehr über eine rege Teilnahme.

Bei Interesse wird um eine kurze Anmeldung per Mail gebeten.

Termin: Freitag, 12. November 2021, ab 19 Uhr

Ort: genaue Location wird rechtzeitig bekannt gegeben

Infos & Anmeldung: Ariane Pieper, ariane.palme@gmail.com