ZUKUNFTSKONGRESS BERUF & FAMILIE: Startup Praxis- und Familiengründung


Was das Studium eisteding-zukunftskongressnem verheimlicht, sagen wir besser: was letztlich auch nicht zur fachlichen Ausbildung an die Hochschule gehört, ist das Wissen rund um die spätere Berufsausübung – von Chancen und Risiken der Anstellung bis zu denen der Niederlassung. Solchen Aspekten widmet sich der „Zukunftskongress Beruf & Familie“, der vor zwei Jahren von Bundeszahnärztekammer und Dentista geschaffen wurde und inzwischen vom BdZA, dem Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni, tatkräftig unterstützt wird. Der nächste „Zukunftskongress“ findet statt im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages, am Samstag, 12. November 2016, von 14.00 bis 17.00 Uhr im Hotel Maritim Messe im Saal Maritim II. Im Rahmen, aber nicht „unter dem Dach“ des Deutschen Zahnärztetages – das macht einen Unterschied: Wer am Zukunftskongress teilnehmen möchte, muss nicht zwingend auch die Teilnahmegebühr für den Deutschen Zahnärztetag beglichen haben, die Teilnahme am Zukunftskongress ist kostenfrei. Aus technischen Gründen wird allerdings um Anmeldung gebeten: Die Raumkapazitäten sind begrenzt.

Das Programm in diesem Jahr, wie immer moderiert von FZÄ Sabine Steding, greift viele Diskussionen und Themenwünsche aus den vergangenen Veranstaltungen auf, ein wichtiger Punkt: „Startup Praxis – low budget?“ Zu den Ängsten vor der Existenzgründung gehört die Sorge um die hohe finanzielle Belastung, BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz zeigt, an welchen Stellschrauben man die Finanzierungsbelastung herunterdrehen kann. Wer gründet, aber auch wer Mitarbeiter anstellt oder selbst angestellt wird, kommt nicht ohne zahlreiche Verträge aus. Wenn sie „mit Hirn und Herz“ verfasst sind und sich das gegenseitige WinWin in einer gesunden Balance befindet, tut das allen beteiligten Seiten gut. Das „man sieht sich im Leben immer zweimal“ gilt für den kleinen Kreis der Zahnärztefamilie ganz besonders – RAin Melanie Neumann weist daher darauf hin, wie man Verträge fair macht. Ein großes Thema für Praxisinhaber wie für angestellte junge Zahnärztinnen ist die Schwangerschaft und das damit verbundene „Beschäftigungsverbot“. Hier wird derzeit im Bundesministerium für Gesundheit viel diskutiert, es gibt eine eigene Arbeitsgruppe. Was das für die Zahnarztpraxen bedeutet, berichtet RA Eike Makuth von der Bundeszahnärztekammer. In diesem Zusammenhang ein großes Thema: Was passiert mit meiner Praxisgründungsfinanzierung, wenn ich schwanger werde, einige Zeit ausfalle und danach eher in Teilzeit wieder einsteige? Also eventuell Probleme habe, die vereinbarte Rückzahlung der Finanzierung zu stemmen? Dieses Thema übermittelt Petra Knödler von der apoBank. Während Birgit Wolff von Dentista abschließend darstellt, was die Gehaltsstudie das Zahnärztinnenverbandes für Ergebnisse im Bereich der Berufsstarter bis vier Jahre Berufserfahrung ergeben hat, nimmt Dr. Doris Seiz von der Landeszahnärztekammer Hessen die jungen Kolleginnen und Kollegen an die Hand bei einem Thema, das beim Berufsstart manchem so spannend und relevant erscheint wie ein alter Wasserkessel: Unter der Überschrift „Berufspolitik für Anfänger“ macht sie einerseits deutlich, was Berufspolitik ist und warum es in unserem System „ohne“ nicht geht – aber auch, dass sich junge Kolleginnen und Kollegen einmischen und mitmachen müssen, damit sich die Berufspolitik auch den eigenen Herausforderungen entsprechend mit- und weiterentwickelt. Wie sich auch die junge Generation prägend einbringen kann, und wie sie selbst dazu gekommen ist, wird sie beim Zukunftskongress in Frankfurt berichten.
Info und Anmeldung: http://zukunftskongress-beruf-familie.de/

 

Zum Bild: Engagierte Botschafterin der jungen Kolleginnen und Kollegen – und zwischen den Organisationen: FZÄ Sabine Steding/Hannover wird auch dieses Jahr wieder den Zukunftskongress moderieren und die Interessen der jungen Generation aufgreifen.