AUSZUBILDENDE, ANGESTELLTE UND SELBSTÄNDIGE: Dentista-Umfrage zur Geschlechterverteilung in der Zahntechnik


Nicht nur bei den ZahnärZahntechnikerin: ein Beruf mit Zukunftztinnen macht Dentista Mut für den Schritt in die Selbständigkeit: Auch in der Zahntechnik ist das eigene Unternehmen trotz des Wandels im Beruf nach wie vor attraktiv, und das prägt viele Aktionen des Dentista Forums Zahntechnikerinnen. Wie aber sieht es in den Laboren aus: Sind unter den Dentallabor-Inhabern viele Frauen? Und wie ist die Situation bei den Mitarbeiterinnen und Auszubildenden? Bei einer deutschlandweiten Umfrage hat Dentista die aktuelle Verteilung der Geschlechter im Bereich der Zahntechnik ermittelt. Quelle der Daten waren vor allem die Handwerkskammern. Die Zahlen zeichnen von der aktuellen Situation allerdings ein unrepräsentatives Bild, da hauptsächlich die Angaben von Einzelunternehmen ermittelt werden konnten – größere Strukturen lassen sich hinsichtlich der geschlechterspezifischen Verteilung in sehr unterschiedlichen Inhaber-Gruppen schwer vergleichen.

Die Ergebnisse zeigen großeZT-Umfrage.Kieschnick.Zahntechniker regionale Unterschiede: In Ostdeutschland werden 35,6 % der zahntechnischen Einzel-Betriebe von Frauen geführt, in Westdeutschland ist die Anzahl mit 13,4 % weitaus geringer. Die Diskrepanz ist wohl auch historisch begründet durch die damals stärker ausgeprägte Gleichberechtigung der Frau im Berufsleben. Aber auch, wenn man Westdeutschland allein betrachtet, zeigt sich eine große Spanne: In der Pfalz werden von 141 Zahntechnikerbetrieben 14 von Frauen geführt (9,9 %). Im Einzugsbereich der Handwerkskammer Freiburg sind von 89 Einzelunternehmen und Personengesellschaften 9 Inhaberinnen gemeldet (10,1 %). Hingegen sind in Hamburg in 179 Handwerksbetrieben 37 Frauen als Unternehmerinnen aktiv (20,6 %), in der Region Rhein-Hessen 24,8 %. Spitzenreiter in Ostdeutschland ist die Region Frankfurt/Oder, hier werden 28 Einzelunternehmen unter den 60 Zahntechnikerbetrieben von Frauen geführt (46,6%), kaum geringer sind die Werte in Potsdam (45,1%) und Dresden (43%).

Blick auf die Angestellten und Auszubildenden
Interessant ist auch ein Blick auf die Zahl der angestellten Zahntechniker und der abgeschlossenen AusbilZT-Umfrage Kieschnik.Inhaberinnendungsverträge. Im Jahr 2011 waren laut Statistischem Bundesamt in Deutschland zirka 66.000 Zahntechniker tätig, darunter mehrheitlich Zahntechnikerinnen (53 %). Von den 1.935 im Jahr 2013 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden 60,4 % von jungen Frauen unterzeichnet. Die neue Generation an Zahntechnikern ist also deutlich mehrheitlich weiblich und sieht sich, vergleichbar mit der Entwicklung auf Seiten der Zahnärzte, einer derzeit deutlich überwiegenden Anzahl an männlichen Laborinhabern in den zahntechnischen Einzelunternehmen gegenüber. Die demografische Entwicklung führt also auch im Bereich der Zahntechnik zu einem Wandel in der Geschlechterverteilung in den traditionellen Strukturen.

Selbstständigkeit bedeutet, in der Zahntechnik ebenso wie in der Zahnmedizin, Risiko – sie ist aber auch geprägt von Inspiration und Leidenschaft, wie Dentista aus beiden Berufsständen hört. Um jungen Zahntechnikerinnen in der Ausbildung oder ihren in Anstellung arbeitenden Kolleginnen eventuelle Bedenken vor der Selbständigkeit zu nehmen und über die Vorteile eines eigenen Labors zu berichten, sollen erfolgreiche Laborinhaberinnen ihre Kolleginnen zur beruflichen Selbständigkeit ermutigen, für das Berufsbild „Unternehmerin“ begeistern und mit eigenen Erfahrungen dazu beitragen, typische Fehler zu vermeiden. Der Dentista e.V. mit seinem Netzwerk „Forum Zahntechnikerinnen“ lädt ZT-Umfrage.Kieschnick.Azubisdazu ein und steht als neutrale Plattform zur Verfügung: Wie schon länger im Bereich der Zahnärztinnen gibt es inzwischen auch für Zahntechnikerinnen die Möglichkeit, Stammtische zu besuchen bzw. als Mitglied selbst einen zu gründen. Infos & Kontakt: info@dentista.de

Bild: proDente, Umfrage & Grafiken: Kieschnick