Archiv der Kategorie: Presse

BERATER IN DEN KÖRPERSCHAFTEN: Dentista fordert Einrichtung von „Mutterschutz-Lotsen“

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Seit langem begleitet der Zahnärztinnenverband Dentista e.V. die Erlebnisse von schwangeren angestellten und selbständigen Zahnärztinnen auf der Suche nach Informationen, wie sich die beginnende (oder bereits erreichte) Mutterschaft auf ihre Berufstätigkeit auswirkt. Ein erstes Ergebnis dieser Arbeit ist die Erstellung des bekannten Ratgebers „Schwangerschaft“ in Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer. Die Publikation ist eine große Stütze – allerdings bei weitem nicht ausreichend für die vielfältigen Fragen der Zahnärztinnen und auch vieler Zahnärzte.

Zudem erleben Dentista-Vorstands-Mitglieder in Gesprächen mit jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie auch mit Arbeitgebern nicht selten erhebliche Informationsdefizite in den Körperschaften – rund um das Beschäftigungsverbot, das Still-Beschäftigungsverbot, die Mutterschutzzeit, Elternzeit, allgemeine Elterngeldhinweise etc. Hier ist beratende Expertise gefragt, die die beruflichen Rahmenbedingungen für einen mittlerweile erheblichen und steigenden Anteil der Mitglieder der Körperschaften betrifft. Beruf & Familie gehören zu den Key-Points der Interessen der jungen Generation, auch der jungen männlichen Zahnärzte.

Dentista hält daher in den Körperschaften die Benennung eines „Mutterschutz-Lotsen“ (m/w) mit weitgehender Expertise in den entsprechenden Themenfeldern für erforderlich, um den Mitgliedern der Körperschaften eine sachkundige Anlaufstelle zu bieten. Um dies zu unterstützen und grundlegende Erfahrungen und Sachstände zu übermitteln, hat Dentista am 9. November 2017/15 – 17 Uhr, im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt, in Zusammenarbeit mit der Kanzlei Lyck+Pätzold. healtcare+recht Mitarbeiter/innen aus den Verwaltungsebenen der Körperschaften zu einem Basis-Informationsnachmittag eingeladen.

Dabei wird die aktuelle Rechtslage aufbereitet übermittelt, auf der Grundlage der politischen Linie der Bundeszahnärztekammer im Bereich Beschäftigungsverbot.

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9. HIRSCHFELD-TIBURTIUS-SYMPOSIUM DES DENTISTA E.V.: Gefräste Schienen – neue Wege in die Funktionstherapie

Hirschfeld-Tiburtius-Symposium findet am 22. und 23. September 2017 erstmals in Hamburg statt

Veranstaltungsort des  9. HTS: das Schlosshotel Tremsbüttel, malerisch eingebettet in die holsteinische Landschaft. Bildquelle: Fotolia/Oliver Renter

Das 9. Hirschfeld-Tiburtius-Symposium des Dentista e.V., kurz HTS, zeigt sich in diesem Jahr mit völlig neuem Konzept: Die bislang „traditionell“ Berliner Veranstaltung wird künftig an verschiedenen Orten in ganz Deutschland stattfinden. Den Auftakt gibt am 22. und 23. September 2017 das Schlosshotel Tremsbüttel bei Hamburg.

Auch inhaltlich ist vieles neu: „Das Programm verbindet Fachlich-Innovatives aus der Zahnmedizin mit Kernthemen aus dem Bereich Praxis- und Labormanagement; einem Bereich, der zunehmend mehr Raum im Praxisalltag einnimmt, und in der universitären Ausbildung gar nicht vorkommt“, so die Wissenschaftliche Leiterin PD Dr. Dr. Christiane Gleissner/Mainz. Das HTS-Symposium zeichne sich stets durch eine rege Beteiligung der Mitglieder bei den Diskussionen der Fachvorträge aus. „Um dem Rechnung zu tragen und den Ideen und Anliegen unserer Teilnehmerinnen noch mehr Raum zu geben, haben wir dem HTS einen eher workshop-artigen Charakter verliehen.“ Das neue Konzept gehe klar auf Wünsche und Vorstellungen der Mitglieder zurück, auf deren Basis der Dentista-Vorstand das „neue HTS“ konzipierte.

Im Fokus des zweitägigen Symposiums steht das Thema „Funktion – von A wie Arbeitsplatz bis Z wie Zahnersatz“. Am Freitag stehen zunächst die Fachthemen auf dem Programm: Dr. Andrea Diehl und ZTM Jacqueline Riebschläger, beide aus Berlin, werfen zum Thema „Gefräste Schiene“ einen Blick in die digitale Zukunft von Praxis und Labor und zeigen „Neue Wege in der Funktionstherapie“ auf. Die Schienentherapie begleitet heute die unterschiedlichen Behandlungskonzepte. Von der einfach hergestellten Aufbissschiene über die Michigan-Schiene bis zur axiographieunterstützten Repositionierungsschiene steigt mit dem Aufwand der Herstellung der jeweiligen Schiene auch der therapeutische Anspruch an die Zahnärztin. Welche Behandlungsziele diese womit erreichen kann, was sich am besten ergänzt, wann Schienen dem Patienten höchsten Nutzen bringen und welche Vorteile ein digitalisierter Herstellungsprozess bietet – all das soll in Hamburg diskutiert werden. „Wir freuen uns schon jetzt auf den regen fachlichen Austausch mit den Teilnehmerinnen“, so die Wissenschaftliche Leiterin. An den fachlichen Nachmittag schließt sich die Mitgliederversammlung an; ausklingen wird der Tag mit einem gemeinsame Dinner, das kollegialen Austausch und interessante Begegnungen verspricht – und die Gelegenheit, die besondere Atmosphäre des  Schlosshotels Tremsbüttel ausgiebig zu genießen.

Der Samstag befasst sich mit „Funktionsstörungen im Team“. Rechtsanwalt Carsten Wiedey/Hamburg, Spezialist für Arbeits- und Medizinrecht, zeigt in seinem Vortrag Möglichkeiten und Grenzen sowohl für Praxis- und Laborinhaberinnen auf als auch für angestellte Führungskräfte der Zahnmedizin und Zahntechnik. „Wenn das Betriebsklima brennt“ lautet der Titel seines Vortrags, in dem er den rechtlichen Handlungsrahmen für Konflikte absteckt, die außer Kontrolle geraten sind. Damit es gar nicht erst so weit kommt, übernimmt Dr. Anke Handrock aus Berlin und referiert über das schwierige Thema „Konfliktmanagement: Einmischen, Schlichten oder Raushalten?“. Neben der Patientenbehandlung werden Zahnärztinnen und Zahnärzte, aber auch Zahntechnikerinnen und Zahntechniker als „Teamleader“ immer stärker gefordert. Gute Mitarbeiter nicht nur zu finden, sondern langfristig an Praxis oder Labor zu binden, ist ein Garant für dauerhaften Erfolg. Deshalb ist es wichtig, die Stärken und Schwächen von Labor und Praxis genau zu kennen, um Ziele systematisch zu strukturieren und umzusetzen.

Den geeigneten Rahmen für das erste „neue“ Hirschfeld-Tiburtius-Symposium fanden die Dentista-Verantwortlichen am Stadtrand von Hamburg: das Schlosshotel Tremsbüttel, malerisch eingebettet in die holsteinische Landschaft. Das Märchenschloss aus dem 19. Jahrhundert mit seinem modernen Tagungshotel ist eine der besten Adressen für Seminare und Feiern, dessen besonderem Charme bereits Matthias Claudius sowie Wilhelm von Humboldt erlegen sind. Für die Teilnehmer des HTS steht im Schlosshotel Tremsbüttel ein Zimmerkontingent zur Verfügung. Buchbar ist dieses mit Angabe des Stichworts „Dentista HTS“ direkt über das Hotel.

Mehr Informationen finden Sie auf www.dentista.de/hts-symposium

Flyer & Anmeldeformular

DENTISTA E.V. UND KANZLEI LYCK+PÄTZOLD KOOPERIEREN: „Anstellungskultur“ im Berufsstand entwickeln

Gemeinsame Presseinformation des Dentista e.V. und der medizinrechtlichen Kanzlei Lyck+Pätzold. healthcare.recht vom 18. Juli 2017

Das Kanzleiteam gratulierte bei der IDS dem Dentista e.V. zum 10jährigen Jubiläum im Rahmen der Geburtstagsfeier auf dem Gemeinschaftsstand der Bundeszahnärztekammer (v.r.: Katri Helena Lyck, Dentista Vizepräsidentin Juliane von Hoyningen-Huene, Dentista-Büroleiterin Amelie Stöber und RAin Jennifer Jessie)

Erst seit dem 1. Januar 2007 sind mit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG) im zahnärztlichen Berufsstand die Anstellungsmöglichkeiten von Zahnärzten zahlenmäßig deutlich erweitert worden – ein noch nicht allzu langer Zeitraum, der die Entwicklung einer „Anstellungskultur“ noch nicht ermöglicht hat. Die Folgen zeigen sich insbesondere im Bereich weiblicher Angestellter in kleineren Praxisstrukturen: Beschäftigungsverbote für Angestellte bei Schwangerschaft und in der Stillzeit, aber auch Ausfälle durch Elternzeit sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen jungen Zahnärzten bringen den Ablauf in mancher Praxis erheblich aus dem Lot.

Der Dentista e.V. steht in enger Verbindung zum Alltag der Zahnärztinnen bei diesem Thema und kennt die Nöte der Arbeitgeber/innen ebenso wie die Sorgen der Arbeitnehmerinnen, die ihr gesetzliches Recht auf Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft und in der Stillzeit in Anspruch nehmen. In den letzten Jahren wurde unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer der Ratgeber „Schwangerschaft – Beruf & Familie“ entwickelt, der auch manchen Landeszahnärztekammern mittlerweile als Unterstützung bei anfragenden Zahnärztinnen und Zahnärzte dient. Dennoch zeigt sich, dass viele Fragen offen bleiben und auch nicht immer von den zuständigen Körperschafen regelgerecht beantwortet werden. Zudem führen die Ausfälle angestellter Zahnärztinnen und Zahnärzte in den Praxen nicht selten zu erheblichem emotionalen Stress und einer Belastung der künftigen weiteren Zusammenarbeit. Es sei schwer hinnehmbar, so der Dentista e.V., dass der Anlass der Konflikte, die Erwartung eines Kindes, in vielen Praxen nicht als „freudiges Ereignis“ betrachtet werde, sondern als „Störfall“. Hier zeige sich deutlich, dass dem Berufsstand Unterstützung bei der Entwicklung eines konstruktiven Miteinanders dienen könne.

Die noch nicht entwickelte „Anstellungskultur“ im zahnärztlichen Berufsstand beschrieben RAin Katri Helena Lyck und Kollegin RAin Jennifer Jessie bei einem Arbeitstermin von Dentista e.V. und der Kanzlei Lyck+Pätzold. healthcare.recht (Bad Homburg) zur inhaltlichen Ausrichtung der im Frühjahr 2017 vertraglich fixierten Zusammenarbeit. Es sei ein komplizierter Weg, diese zu entwickeln, und er führe über viele Steine von Berufsordnung bis zu gesetzlichen Vorschriften. Den Anfang, so wurde verabredet, stelle eine fundierte und praxistaugliche Information der Zahnärztinnen und Zahnärzte über die rechtlichen Rahmenbedingungen dar, der gemeinsam auf- und ausgebaut werde in den bislang noch nicht definierten Teilbereichen rund um das Beschäftigungsverbot. Dabei ist die Liste der gemeinsam fokussierten Aufgaben der Zusammenarbeit erheblich länger: Sie wird weitere Aspekte aufgreifen, die das Miteinander im zahnärztlichen Berufsstand und die aus dem Feld „Beruf & Familie“ im weitesten Sinne entstehenden Problemfelder optimieren helfen. Sowohl der Dentista e.V. als auch die Kanzlei Lyck+Pätzold. healthcare.recht, die die Einladung zur Aufgabe als Rechtsbeistand des Dentista e.V. mit viel Begeisterung angenommen hatte, sehen ihre gemeinsame Arbeit auch als politische Herausforderung an: Die Rahmenbedingungen seien durch Gesetze geprägt, die die Standespolitik zu vertreten habe – entsprechend müsse man hier mit zukunftsoffenem Blick Lösungen bei Spannungsfeldern andenken.

Für die Kanzlei bedeutet die neue Zusammenarbeit eine besonders spannende Herausforderung. Seit 15 Jahren berät die Kanzlei Zahnarztpraxen, angefangen von der Gründungsphase bis hin zur Praxisabgabe. Aufgrund der umfassenden Marktkenntnis und des breiten Netzwerks ist die Kanzlei für ihre Mandanten Partner und Berater bei allen rechtlichen und strategischen Fragestellungen. Dabei steht die Lösungsorientierung im Vordergrund. So auch bei den mit dem Dentista e.V. gemeinsam ins Auge gefassten Themen. Nach Ansicht der Anwältinnen wird es bei der wachsenden Anzahl von weiblichen Berufsträgern zunehmend an Bedeutung gewinnen, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmerinnen sich mit den Regelungen und Modalitäten rund um die Familienplanung frühzeitig beschäftigen und diese Lebensphasen in die Praxistätigkeit mit einkalkulieren. Es wird darum gehen, zukunftsorientierte, transparente Lösungen zu finden und zu entwickeln, die für alle Beteiligten fair und realisierbar sind. Familienplanung und Beruf darf kein Widerspruch, sondern sollte eine selbstverständliche Bereicherung sein. Dies erfordert eine Anstellungskultur, die durch ein Gespür für die Interessen des jeweiligen Gegenübers geprägt ist. Dies gemeinsam mit Dentista weiter auf den Weg zu bringen, um den Zahnärztinnen und Zahnärzten umsetzbare Lösungen an die Hand zu geben, ist eine ganz besondere Zukunftsaufgabe für Lyck+Pätzold. healthcare.recht, die sie mit viel Leidenschaft und Kreativität angehen wird.

DGÄZ, DGI UND Dentista: Implantologie-Starter-Tipps beim Dental Summer

Gemeinsame Presseinformation von DGI, DGÄZ und Dentista vom 4. Juli 2017

Die Referenten (von links): Prof. Dr. mult. Robert Sader (Präsident der DGÄZ), Dr. Dr. Anette Strunz (Berlin, Dentista), RA Carsten Wiedey (Hamburg, Dentista und BdZA) sowie Prof. Dr. Bilal Al-Nawas (DGI Vorstand)

Das Programmpaket für das Tages-Hands-on-Seminar für Implantologie-Einsteiger beim diesjährigen Dental Summer Ende Juni in Timmendorf hatten die drei Veranstalter gemeinsam gepackt: Alles rund um Ästhetik und Funktion gab es seitens der DGÄZ, wichtige Tipps zum Start in die Implantologie seitens der DGI und rechtliche Aspekte für implantierende Zahnärztinnen und Zahnärzte im Angestelltenverhältnis sowie Anregungen für den Behandlungserfolg-Faktor Kommunikation steuerte Dentista bei.

Der Einstieg, vermittelt von Prof. Dr. Bilal Al-Nawas, DGI-Vorstandsmitglied, drehte sich um den besten Zahn für die erste eigene Implantation – und was man bei der Patientenselektion beachten sollte, wenn man noch nicht auf viel Erfahrung zurückschauen kann. Demnach ist nach ausreichend Basis-Kenntnis und möglichst Hospitationen eine Einzelzahnversorgung im Molarenbereich eher eine zu meisternde Aufgabe, wohingegen eine Frontzahnversorgung mit hohem Ästhetikanspruch ein deutliches Misserfolgs-Risiko berge – nicht nur für Starter in der Implantologie. Der Blick auf das Fach gehe heute weit über den Fokus ‚erfolgreiche Einheilung’ hinaus, beispielsweise werde dem Faktor des lebenslangen Wachstums des Gesichts und der Kiefer viel Aufmerksamkeit gewidmet hinsichtlich notwendiger Behandlungs-Konsequenzen.

RA Carsten Wiedey (einer der Beiräte Rechtsfragen des Dentista e.V.) informierte über rechtliche Aspekte bei Implantation durch angestellte Zahnärzte

Ein eher selten bei Kongressen vertretenes Thema stellte RA Carsten Wiedey vor, Beirat Rechtsfragen bei Dentista und BdZA: Was dürfen eigentlich angestellte Zahnärzte selbst entscheiden? Dürfen sie einen Zahn endodontisch erhalten, für den der Arbeitgeber „Ex“ und Implantat vorgesehen hat? Und das Implantatsystem selbst auswählen? Was den Aspekt „Endo oder Implantat“ betrifft, machte RA Wiedey deutlich: Ist eine Indikation auch für eine endodontische Behandlung vorhanden und der Patient ist entsprechend aufgeklärt, entscheidet – rechtlich betrachtet – immer der Patient. Was die Auswahl von Implantatsystemen oder auch des zu beauftragenden Labors betrifft, ist der angestellte Zahnarzt zur Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern der Praxis verpflichtet. Rund 20 Fragen und Antworten und eine intensive Diskussion zeigten den Bedarf nach Informationen in diesem Feld.

 

Wie sehr eine – vielleicht sogar durch Hypnose verstärkte – Entspannung und positive Kommunikation zum Behandlungserfolg beiträgt, machte Dr. Dr. Anette Strunz/Berlin als Referentin des Dentista e.V. deutlich: Ein Arzt könne das Leben eines Patienten auch durch Worte und Verhalten gefährden. Studien hätten gezeigt, dass Angstabbau und innere Ruhe den Heilungserfolg optimieren. Ihrer langjährigen Erfahrung nach habe eine wohlgewählte Sprache, die neurologische Effekte auslöse, einen deutlichen Einfluss auf die Gesundheit des Patienten. Sie zeigte, wie mit einfachen Mitteln der Stress-Abbau des Patienten gefördert und eine wohlwollende Stimmung erzeugt werden kann: „Dann macht uns selbst das Behandeln ja auch mehr Spaß!“

 

Ein Schwerpunktthema seitens der DGÄZ war an diesem Tag die Augmentation, die bei entsprechenden Voraussetzungen sowohl ästhetisch als auch hinsichtlich der Funktion deutlichen Einfluss auf ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis haben könne. Prof. Dr. mult. Robert Sader/DGÄZ-Präsident, vermittelte den Teilnehmern der ausgebuchten Workshop-Veranstaltung viele Basiskenntnisse rund um Augmentate und ihre Einsatzgebiete zur Verbesserung des Implantatlagers, zur Optimierung von Situationen bei nicht ausreichendem Hartgewebe, den Möglichkeiten der Verbesserung der Weichgewebeverhältnisse und auch ästhetischer Aspekte zum Ausgleich verloren gegangenen Volumens rund um die Mundregion.

 

Im Fokus der Veranstaltung stand Hands-on in Implantatinsertion, Abdruck&Abutment sowie Augmentate (mit Materialien by Camlog und Geistlich)

Zentraler Teil des Kurstages war der Hands-on-Part, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unterstützt von Camlog und Geistlich, vieles ausprobieren konnten: Wie sieht ein Hersteller-produziertes Knochenersatzmaterial aus, wie fühlt es sich an, wie verarbeitet man es und was tun, wenn es in die Alveole eingelegt ist? Währenddessen probierten andere Kolleginnen und Kollegen das Setzen eines Implantates in einen „Knochen“ und bekamen ein Gefühl für Ausmaße und Kraftkontrolle. An der dritten Work-Station gab es eine Einführung in ein „System“: Was ist ein Vorbohrer, welche Instrumente leisten welche Aufgabe, welche Implantate gibt es und wie konstruiert man eine Implantatversorgung von Abformung bis Abutment?

 

Abschließend stellten sich die implantologischen Referenten in einer Podiumsrunde den Fragen der jungen Kolleginnen und Kollegen und berichteten über ihren eigenen Weg in die Implantologie. Selbst nach offiziellem Veranstaltungsende blieben viele Teilnehmer noch da, um noch weitere fachliche Informationen mitzunehmen. Das unterstreicht, was ein Teilnehmer zum Abschied dem Referententeam mit auf den Weg zurück gab: Es sei eine der besten Veranstaltungen beim Dental Summer gewesen, man nehme enorm viel mit – und er fühle sich jetzt motiviert zu einer umfassenden Ausbildung in Implantologie. Die Beiträge hätten nachvollziehbar, aber auch begeisternd gezeigt, wie viel Detailwissen zum Fach heute gehöre: Das wolle er jetzt auch lernen und können.

10 JAHRE DENTISTA: Ehrungen für prägende Wegbegleiter

Aus Anlass seines 10jährigen Gründungsjubiläums hat der Dentista e.V. im Rahmen einer kleinen Feier auf der IDS besonders prägende Wegbegleiter mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet / Presseinformation vom 27. März 2017

Dankbarkeit für vielfältige Unterstützung: Ehrenurkunden des Dentista e.V. erhielten Prof. Dr. Dietmar Oesterreich/BZÄK und Dr. David Klingenberger/IDZ
(Bild: Dental Relations)

Hinter einem erfolgreichen Projekt stehen kompetente – und im Falle der Gründung eines Zahnärztinnenverbandes – auch mutige Wegbegleiter: Eine solche Organisation stieß in der damaligen zahnärztlichen Welt durchaus nicht auf breite Begeisterung. Nun konnte der Dentista e.V., inzwischen respektierter Kooperationspartner der Bundeszahnärztekammer und weiterer Organisationen, auf der IDS sein zehnjähriges Gründungsjubiläum feiern. Den Anlass nutzte der Verband, sich bei besonders engagierten und die Verbandsarbeit beeinflussenden Wegbegleitern mit einer Ehrenurkunde als Zeichen des Dankes, aber auch der persönlichen Verbundenheit auszuzeichnen. Dr. Susanne Fath, Dentista-Präsidentin, und Initiatorin Birgit Wolff überreichten dabei ausgewählten Repräsentanten sowohl aus dem zahnärztlichen Bereich als auch aus dem Kreis der mit einer Patenschaft unterstützenden Organisationen Urkunden mit einer für diesen Anlass entwickelten Medaille, gefertigt im Dentallabor von ZTM Annette von Hajmasy, Vorstandsmitglied für das Forum Zahntechnikerinnen.

Zu den Ausgezeichneten gehört Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, dem Dr. Fath „für seine stete Unterstützung, kritische Begleitung sowie konstruktive Förderung der Innovationen des Dentista e.V.“ dankte. Das „kritisch“, so die Laudatio, liege dem Verband dabei besonders am Herzen, denn Ziel der Arbeit sei eine konstruktive bedarfsgerechte Veränderung der Rahmenbedingungen des Berufsstandes, die nur einvernehmlich zu erreichen sei, allerdings progressive Ansätze brauche und für diese auch ein offenes Ohr.

10 JAHRE DENTISTA – Ehrenurkunden für Thomas Kirches/Gerl, Jan-Philipp Schmidt/BdZA und Wolfgang Becker/Straumann, überreicht von Dr. Susanne Fath, Dentista Präsidentin, und Birgit Wolff, Initiatorin von Dentista (Bild: BZÄK/Sandra Irmler)

Eine weitere Ehrung ging an Jan-Philipp Schmidt, BdZA, und war bewusst mehr als nur ein Dank allein des Dentista e.V.: „Wir bedanken uns mit dieser Auszeichnung für die Gestaltung und Weiterentwicklung des lebendigen Netzwerkes der jungen und der etablierten Generation im zahnärztlichen Berufsstand insgesamt“, sagte Dr. Fath, „und wir bedanken uns für die konstruktive-kreative Zusammenarbeit mit Dentista mit Fokus auf die jungen Zahnärztinnen im Besonderen!“

Eher im Stillen wirkte ein weiterer Geehrter förderlich an der Arbeit von Dentista mit – als fundierter Partner bei der datenbasierten Beobachtung der Veränderungen, die sich durch den steigenden Anteil an Zahnärztinnen in Berufsstand und Versorgungslandschaft ergeben. Die sich daraus entwickelnden Themen spiegelt der Verband als Stimme der Zahnärztinnen in den Berufsstand zurück. Dr. Susanne Fath, Dentista-Präsidentin: „Wir bedanken uns bei Ihnen, Herr Dr. David Klingenberger, als Stellvertretendem Wissenschaftlichen Direktor des IDZ für Ihre von Beginn an vielfältige Unterstützung hinsichtlich relevanter Daten und Analysen zum steigenden Anteil der Zahnärztinnen im Berufsstand und damit der Stabilisierung des Fundaments der Arbeit des Verbandes!“

Zu denen, die zum Erfolg des Dentista e.V. beigetragen haben, gehören auch die exklusiv in diesen limitierten Kreis gewählten Unternehmen, die mit einer Patenschaft die Arbeit des Verbandes unterstützen. Beispielhaft für diesen nachhaltigen und anhaltenden Einsatz geehrt wurde Wolfgang Becker, Straumann: Er war der erste, der von der Idee erfuhr, und hat sofort seine Unterstützung zugesagt. Dr. Fath ehrte ihn „für die Übernahme der 1. Gründungspatenschaft über den Dentista e.V. anlässlich der IDS 2007 bis heute – insbesondere aber für den wichtigen und weitsichtigen Diskus über die Relevanz der Zahnärztinnen für die zukunftsfeste Weiterentwicklung des Berufsstandes und seiner Zukunft.“

Ehrung für Dr. Monika Reichenbach, Ivoclar Vivadent, für die Übernahme der damals 2. Patenschaft über den Dentista e.V. und die langjährige herzliche Unterstützung (Bild: Dental Relations)

Ebenso ausgezeichnet wurde Dr. Monika Reichenbach, Ivoclar Vivadent, „für die spontane und bis heute bestehende Begeisterung für Ziele und Aufgaben des Dentista e.V.“, so Dr. Fath in ihrer Laudation, „und für die Übernahme der 2. Gründungs-Patenschaft sowie die seither anhaltende herzliche, inspirierende und ideenreiche Zusammenarbeit.“
Geehrt wurde auch ein Repräsentant eines noch eher jungen Dentista-Paten: Thomas Kirches von GERL. „Wir bedanken uns für vielfältige Konzepte, Anregungen und Erfahrungen“, sagte Dr. Fath, „und den besonderen persönlichen Einsatz für den Dentista e.V. zur Unterstützung der Zahnärztinnen sowohl im beruflichen Feld als auch bei der Optimierung im Bereich Beruf und Familie.“
Aus den kurzen Dankesworten der Geehrten durfte Dentista im Gegenzug mitnehmen für die Arbeit der kommenden Jahre, dass die Zusammenarbeit auch viel bei den Organisationen selbst verändert habe: Dentista habe die eigene Arbeit mit neuen Ansätzen bereichert, auf Probleme aufmerksam gemacht, an der Gestaltung von Lösungen mitgearbeitet und die Ausrichtung der Arbeit auf neue Wege erweitert. Die nicht zuletzt persönliche enge Verbindung wurde bei einem Empfang auf dem Stand mit zahlreichen Gästen vertieft und untermauert.

VERTRÄGE – MIT HIRN UND HERZ: Neuer Ratgeber von Dentista und BZÄK

Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Dentista e.V. stellen ihren neuen Ratgeber „Verträge – mit Hirn und Herz“ zur Verfügung. Denn was im Alltag gilt, den Umgang miteinander mit Hirn und Herz zu gestalten und Fairness als Leitbild zu sehen, gilt auch für Verträge.

Der neue Ratgeber: Verträge – mit Hirn und Herz.
(Coverfoto: Fotolia/Yuri Arcurs)

Der Ratgeber zeigt beispielsweise, was einen guten Anstellungsvertrag ausmacht, wie sich die Kostenbeteiligung an Fortbildungsmaßnahmen am besten gestaltet, wie man eine Kooperation mit Kollegen eingeht und wieder löst, wie es rechtlich um die Probezeit steht oder wie man einer langjährigen Mitarbeiterin, die allerdings den Praxisfrieden stört, entgegentritt. Ergänzt werden die rechtlichen und persönlichen Empfehlungen um Verträge mit dem Lebenspartner – Ehevertrag, Scheidung, Todesfall oder Vorsorgevollmacht.

„Wir wollen unsere Kolleginnen und Kollegen mit vielfältigen Tipps durch das Berufsleben begleiten, das durch vielerlei Verträge geprägt ist“, sagt Sabine Steding, stellvertretende Vorsitzende des BZÄK-Ausschusses Beruflicher Nachwuchs, Familie und Praxismanagement. „Wir möchten ihnen zeigen, wo sie sich selbst absichern müssen, aber auch den Vertragspartner fair behandeln.“ Dazu gehört auch, vor nicht-individualisierten Musterverträgen zu warmen: Sie können sich im Fall des Falles als wertlos bis kontraproduktiv erweisen. Dennoch sind sie nicht nutzlos: Für die Vorbereitung eines spezifischen Vertrages können sie wichtige Stichworte liefern, über die man sich Gedanken machen sollte.

Dr. Susanne Fath, Präsidentin des Dentista e.V.: „Wenn man sich auf etwas freut, beispielsweise die bevorstehende Zusammenarbeit mit einer Kollegin oder die Weiterentwicklung der Praxis durch gezielte Fortbildung, dann herrscht meist eitel Sonnenschein. Da möchte man sich am liebsten gar nicht mit Verträgen und rechtlichen Aspekten belasten. Es doch zu tun, ist aber nicht nur gut für einen selbst, sondern auch fair dem Vertragspartner gegenüber: Verträge regeln ein gesundes Miteinander – und helfen, wenn genau das nicht mehr gelingt.“

Der Ratgeber „Verträge – mit Hirn und Herz“ steht ab 20. März zum kostenlosen Download über www.dentista.de und www.bzaek.de zur Verfügung.

Ab 27. März gibt es über Dentista e.V. zusätzlich eine gedruckte Version in kleiner Auflage zum Selbstkostenpreis, jeweils zuzügliche Porto:
11,95 Euro (Nichtmitglieder)
6,50 Euro (Mitglieder-Rabatt)

Link zur kostenfreien PDF-Version zum Herunterladen sowie zur Online-Bestellung für die Printausgabe

MUTTERSCHUTZ FÜR SELBSTÄNDIGE ZAHNÄRZTINNEN: Dentista begrüßt Dogmawandel

Presseinformation des Dentista e.V. vom 26. Februar 2017

Zahnärztinnen und ihre Babys, Bild-Quelle: proDente

Bereits seit vielen Jahren hat sich der Dentista e.V. für die Absicherung von selbständigen Zahnärztinnen und Zahntechnikerinnen eingesetzt, die rund um die Geburt und die ersten Wochen mit dem Kind keine berufliche Tätigkeit leisten wollten oder konnten. Bislang scheiterten alle Versuche an dem Dogma, dass Schwangerschaft keine Krankheit sei und schwangerschaftsbedingte Ausfälle nicht versicherungsfähig. Dies ändert eine Passage im neuen Versicherungsvertragsgesetz (VVG), im Rahmen einer Presseinformation zum Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) aus dem Haus des Bundesgesundheitsministers wie folgt kurz zusammengefasst: „Privat krankenversicherte selbstständige Frauen werden während der Schutzfristen*) nach dem Mutterschutzgesetz finanziell besser abgesichert. Durch Änderungen des Versicherungsvertragsgesetzes haben selbstständige Frauen, die eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben, während der Mutterschutzfristen einen Anspruch auf Zahlung des vereinbarten Krankentagegeldes. Dann können Schwangere und Wöchnerinnen unabhängig von finanziellen Erwägungen entscheiden, ob und in welchem Ausmaß sie in dieser Zeit beruflich tätig sein wollen.“

Dass das bisherige Dogma damit fällt, geht zurück auf ein jahreslanges „Bohren ganz dicker Bretter“ der Frauen Union in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter Vorsitz von MdB Annette Widmann-Mauz. Viele Einzelkämpferinnen unter den Selbständigen verschiedenster Berufsgruppen haben den politisch engagierten Frauen im Bundestag den Rücken gestärkt, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe für das Vorhaben zu gewinnen. Auf ihn geht die Initiative zurück, wie der PKV Spitzenverband auf Anfrage bestätigt, den Dogmawechsel im eigenen Bereich umzusetzen. In Kraft treten sollen die neuen Gesetze und Regelungen schon im März dieses Jahres.

Dass die PKV mit dieser Neuerung nicht sehr glücklich zu sein scheint, lässt sich daran ablesen, dass sie nicht mit einer Presseinformation zu dieser Thematik an die Öffentlichkeit ging. Nachfragen in der Pressestelle des PKV-Verbandes zeigen, dass die folgende Formulierung in der Pressemeldung der CDU/CSU nicht ganz zutrifft: „Künftig können sie (Anm.: die privat versicherten selbständig tätigen Unternehmerinnen) über ihre private Krankenversicherung eine Krankentagegeldversicherung abschließen, um den Verdienstausfall in der Zeit des Mutterschutzes auszugleichen.“ Die PKV stellt klar, dass auch bereits laufende private Krankentagegeldversicherungen die neue Mutterschutz-Leistung beinhalten – und auch gesetzlich versicherten selbständigen Unternehmerinnen diese Leistung über eine privat abgeschlossene Krankentagegeldversicherung zusteht. „Die neue gesetzliche Regelung wird für alle Versicherten mit Krankentagegeldversicherung gelten und sich zukünftig bei Neuversicherten auch in den Versicherungsbedingungen widerspiegeln“, so Dominik Heck vom PKV-Verband. Das Neue: „In der Krankentagegeldversicherung tritt der Versicherungsfall bei medizinisch notwendiger Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen ein“, so Heck, „die Schwangerschaft der versicherten Person war als Versicherungsfall bislang ausgeschlossen (außer tarifindividuelle Vereinbarungen sahen hierfür Leistungen vor).“

Finanziert wird diese neue Leistung seitens der PKV solidarisch durch die Gemeinschaft aller Versicherten innerhalb eines Tarifes, Mehrbelastungen für die Frauen wird es nicht geben. Heck: „Seit Dezember 2012 sind Vertragsabschlüsse nur noch in Unisex-Tarifen möglich, eine geschlechterspezifische Beitragskalkulation ist in diesen Tarifen nicht mehr möglich.“ Ob sich die Beiträge zur PKV insgesamt verändern, ist derzeit nicht absehbar: „Die Größe des Versichertenkollektivs spielt bei der Frage nach den möglichen Auswirkungen der neuen gesetzlichen Regelung auf die Beitragsentwicklung eines Tarifs eine eher untergeordnete Rolle. Relevanter ist da schon eher die Relation der Leistungsfälle zum Versichertenkollektiv“, so Dominik Heck: „Hier liegen dem PKV-Verband jedoch keine Zahlen vor.“

Inwieweit diese neue Leistung der PKV selbständigen Zahnärztinnen tatsächlich über den Verdienstausfall in der Zeit des Mutterschutzes hinweghilft und damit, so die Intention der Frauen Union der CDU/SCU-Fraktion, den Mut zur Niederlassung bei bestehendem Kinderwunsch stärkt, wird abzuwarten sein. Die Höhe der Leistung entspricht letztlich dem geschlossenen Krankentagegeldvertrag und seinen Konditionen. Die neue gesetzliche Regelung bietet, so Dentista, grundsätzlich mehr Mutterschutz-Gerechtigkeit unter angestellten und selbständigen Zahnärztinnen. Die Abkehr vom Dogma „Schwangerschaft-ist-keine-Krankheit“ ist ein großer Schritt, den selbständigen Unternehmerinnen mit Kinderwunsch den Start in die junge Familie zu erleichtern.

*) Üblicherweise beginnt der gesetzliche Mutterschutz sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach dem tatsächlichen Geburtstermin. Bei einer Frühgeburt dauert der Mutterschutz um dieselbe Zeit länger, um die sich die Geburt gegenüber dem errechneten Termin verkürzt hat, bis zu einer Gesamtlaufzeit von 12 Wochen (Quelle: Berufsverband der Frauenärzte u.a.)

BZÄK BUNDESVERSAMMLUNG: Dentista fordert Demografie-feste Zusammensetzung ein

Bundesversammlung 2016 (hier: Bericht BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz)

Bundesversammlung 2016 (hier: Bericht BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz)

Bei der am 19. November 2016 zuende gegangenen Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer in Berlin zeigte sich eine Zusammensetzung an Delegierten, die nicht im geringsten die Zusammensetzung des zahnärztlichen Berufsstandes widerspiegelt. Lediglich etwas über 10 % aller Delegierten waren weiblich gegenüber weit über 40 % im Berufsstand. Und wiewohl die junge Generation dankenswerterweise vielfältig in den Redebeiträgen angesprochen wurde, war sie im Saal so gut wie gar nicht vertreten. Der Anteil der jungen Zahnärztinnen und Zahnärzte bis 35 Jahre beträgt derzeit im Berufsstand rund 15 %. Repräsentativ wären daher rund 10 junge Delegierte.

So wünschenswert es ist, so der Zahnärztinnenverband Dentista, die Expertise sehr langjährig erfahrener Delegierter zu nutzen, so unangemessen erscheint deren relative Überzahl in diesem obersten Parlament der deutschen Zahnärzteschaft, dessen Aufgabe es ist, zukunftsfeste Entscheidungen für den Berufsstand zu treffen – und damit insbesondere für die jungen Kollegen und hier nicht zuletzt für die jungen Kolleginnen, die in dieser Altersgruppe die deutliche Mehrheit darstellen. Der Appell von Dentista, die Auswahl der entsendeten Delegierten Demografie-fest zu treffen, richtet sich dabei an die Entsender, die Landeszahnärztekammern, von denen manche zeigten, dass ein gesunder „Mix“ durchaus realisierbar ist. Da die Zusammensetzung der Delegierten nicht automatisch verbunden ist mit einem Amt im Vorstand, hätten die Kammern hier Spielraum, auch in anderen Bereichen als im Vorstand engagierte junge und weibliche Kollegen zu entsenden und damit die Expertise erfahrener Delegierter zu ergänzen.

Mit Freude begrüßt Dentista die Wiederwahl der bisherigen Präsidenten der Bundeszahnärztekammer (im Bild oben: Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz): Die Zusammenarbeit in der zurückliegenden Legislaturperiode sei von Respekt, konstruktiver Zusammenarbeit und Offenheit für Anregungen und Projekte geprägt gewesen. Dentista freue sich daher auf die Fortsetzung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit in einer Phase, in der sich der Anteil der Kolleginnen im Berufsstand den 50% nähert – und sich die politischen Rahmenbedingungen bedrohlich verschärfen. Für die Zukunft wird der Berufsstand mehr denn je standespolitisch engagierte Zahnärztinnen und junge Kolleginnen und Kollegen benötigen – Dentista wird sich dafür einsetzen, das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Stärkung der Selbstverwaltung ebenso wie der Optimierung der Rahmenbedingungen für die Kolleginnen zu intensivieren und eigenes Engagement zu fördern.

ZUKUNFTSKONGRESS BERUF & FAMILIE: Startup Praxis- und Familiengründung

Was das Studium eisteding-zukunftskongressnem verheimlicht, sagen wir besser: was letztlich auch nicht zur fachlichen Ausbildung an die Hochschule gehört, ist das Wissen rund um die spätere Berufsausübung – von Chancen und Risiken der Anstellung bis zu denen der Niederlassung. Solchen Aspekten widmet sich der „Zukunftskongress Beruf & Familie“, der vor zwei Jahren von Bundeszahnärztekammer und Dentista geschaffen wurde und inzwischen vom BdZA, dem Bundesverband der zahnmedizinischen Alumni, tatkräftig unterstützt wird. Der nächste „Zukunftskongress“ findet statt im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages, am Samstag, 12. November 2016, von 14.00 bis 17.00 Uhr im Hotel Maritim Messe im Saal Maritim II. Im Rahmen, aber nicht „unter dem Dach“ des Deutschen Zahnärztetages – das macht einen Unterschied: Wer am Zukunftskongress teilnehmen möchte, muss nicht zwingend auch die Teilnahmegebühr für den Deutschen Zahnärztetag beglichen haben, die Teilnahme am Zukunftskongress ist kostenfrei. Aus technischen Gründen wird allerdings um Anmeldung gebeten: Die Raumkapazitäten sind begrenzt.

Das Programm in diesem Jahr, wie immer moderiert von FZÄ Sabine Steding, greift viele Diskussionen und Themenwünsche aus den vergangenen Veranstaltungen auf, ein wichtiger Punkt: „Startup Praxis – low budget?“ Zu den Ängsten vor der Existenzgründung gehört die Sorge um die hohe finanzielle Belastung, BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz zeigt, an welchen Stellschrauben man die Finanzierungsbelastung herunterdrehen kann. Wer gründet, aber auch wer Mitarbeiter anstellt oder selbst angestellt wird, kommt nicht ohne zahlreiche Verträge aus. Wenn sie „mit Hirn und Herz“ verfasst sind und sich das gegenseitige WinWin in einer gesunden Balance befindet, tut das allen beteiligten Seiten gut. Das „man sieht sich im Leben immer zweimal“ gilt für den kleinen Kreis der Zahnärztefamilie ganz besonders – RAin Melanie Neumann weist daher darauf hin, wie man Verträge fair macht. Ein großes Thema für Praxisinhaber wie für angestellte junge Zahnärztinnen ist die Schwangerschaft und das damit verbundene „Beschäftigungsverbot“. Hier wird derzeit im Bundesministerium für Gesundheit viel diskutiert, es gibt eine eigene Arbeitsgruppe. Was das für die Zahnarztpraxen bedeutet, berichtet RA Eike Makuth von der Bundeszahnärztekammer. In diesem Zusammenhang ein großes Thema: Was passiert mit meiner Praxisgründungsfinanzierung, wenn ich schwanger werde, einige Zeit ausfalle und danach eher in Teilzeit wieder einsteige? Also eventuell Probleme habe, die vereinbarte Rückzahlung der Finanzierung zu stemmen? Dieses Thema übermittelt Petra Knödler von der apoBank. Während Birgit Wolff von Dentista abschließend darstellt, was die Gehaltsstudie das Zahnärztinnenverbandes für Ergebnisse im Bereich der Berufsstarter bis vier Jahre Berufserfahrung ergeben hat, nimmt Dr. Doris Seiz von der Landeszahnärztekammer Hessen die jungen Kolleginnen und Kollegen an die Hand bei einem Thema, das beim Berufsstart manchem so spannend und relevant erscheint wie ein alter Wasserkessel: Unter der Überschrift „Berufspolitik für Anfänger“ macht sie einerseits deutlich, was Berufspolitik ist und warum es in unserem System „ohne“ nicht geht – aber auch, dass sich junge Kolleginnen und Kollegen einmischen und mitmachen müssen, damit sich die Berufspolitik auch den eigenen Herausforderungen entsprechend mit- und weiterentwickelt. Wie sich auch die junge Generation prägend einbringen kann, und wie sie selbst dazu gekommen ist, wird sie beim Zukunftskongress in Frankfurt berichten.
Info und Anmeldung: http://zukunftskongress-beruf-familie.de/

 

Zum Bild: Engagierte Botschafterin der jungen Kolleginnen und Kollegen – und zwischen den Organisationen: FZÄ Sabine Steding/Hannover wird auch dieses Jahr wieder den Zukunftskongress moderieren und die Interessen der jungen Generation aufgreifen.

 

DENTISTA GEHALTSUMFRAGE AUSWERTUNG 2: Zufriedenheit mit der Bezahlung – was macht sie aus?

Fragen der Dentista e.V. Gehaltsumfrage waren u.a.: Welche Noten geben Arbeitgeber und junge angestellte Zahnärzte dem Verdienst, den sie ermöglichen bzw. erhalten? Wer ist finanziell zufriedener – Zahnärzte in der Metropole oder auf dem Land? Und welche Rollen spielen Extras, die das Einkommen abrunden?
Solche Aspekte standen im Zentrum der 2. Auswertung der „Gehaltsumfrage“ des Dentista e.V.: Im vergangenen Herbst haben den Online-Fragebogen 750 Zahnärztinnen und Zahnärzte ausgefüllt. Die Ergebnisse der 1. Auswertung „wer verdient wieviel?“ sind zu finden auf Dentista Gehaltsumfrage Auswertung 1. Auch bei der 2. Auswertung wurden die Daten der Arbeitgeber und der jungen Arbeitnehmer getrennt erhoben und getrennt ausgewertet. Die Geschlechterverteilung bei den Arbeitgebern betrug entsprechend der altersgerechten Verteilung insgesamt rund ein Drittel weibliche und zwei Drittel männliche Zahnärzte – bei den jungen Arbeitnehmern lag die Quote genau umgekehrt und entsprach damit ebenfalls weitgehend den aktuellen Relationen.

„Lohn alleine macht nicht glücklich“
Diese Überschrift gab kürzlich das Institut der Deutschen Wirtschaft einer Meldung zu einer Studie hinsichtlich der Zufriedenheit von Menschen mit Job und Beruf *) – sie könnte auch über dem Ergebnis der 2. Auswertung der Dentista Gehaltsstudie stehen. Unter dem Aspekt der Zufriedenheit mit dem eigenen Einkommen (Arbeitnehmer) bzw. der Gehaltszahlung (Arbeitgeber) wurde nicht nur die Höhe der Zahlung abgefragt, sondern neben dem Geschlecht auch der Praxisstandort: Metropole, Großstadt, Kleinstadt oder ländliche Region?

Junge Zahnärzte, die ihr Einkommen mit „sehr gut“ benoteten (rund 13 %), arbeiteten relativ gesehen am häufigsten in der Großstadt, am zweitbesten schnitt die ländliche Region ab. Der Anteil der weiblichen und männlichen Zahnärzte entsprach dabei ihrem Anteil an der Gesamtzahl der Antwortenden. Mit der Note Zwei (rund 26 %) bewerteten vor allem junge Zahnärzte in der Kleinstadt ihre Bezahlung – prozentual am wenigsten genannt wurde hier die ländliche Region. Auch hier: Männer und Frauen in gleicher Verteilung wie in der Gesamtgruppe. Prozentual etwas mehr Zahnärztinnen als Zahnärzte nannten ihre Einkommenssituation befriedigend (rund 30 % insgesamt), die meiste Zustimmung zur Note „Drei“ gab es von angestellten jungen Zahnärzten mit Arbeitsplatz in einer Kleinstadt, gefolgt von der Metropole. Bei der Zufriedenheits-Note „Vier“ (19 %) finden sich deutlich mehr Frauen als ihr Prozentsatz an der Auswertung ausmacht. „Ausreichend“ sagten vor allem junge Zahnärzte aus der Kleinstadt, etwas seltener aus der Großstadt, und am seltensten wurde die Note „Vier“ von Zahnärzten in ländlicher Region vergeben. Noch seltener vergaben die jungen Zahnärzte in ländlicher Region die Note „Fünf“ (12 % insgesamt), am unzufriedensten mit ihrem Einkommen waren mit Abstand die Zahnärzte mit Arbeitsplatz Großstadt. Der Anteil der Männer und der Frauen entsprach hier in etwa der Gesamtverteilung. Da die Großstadt aber auch bei der Note „Sehr gut“ die Rangfolge anführt, wird deutlich, dass die Großstadt keineswegs ein schlechter Standort ist. Dennoch gibt es eine Praxislage, die deutlich positiv auffällt: Die ländliche Region liegt im Schnitt bei der Zufriedenheit mit dem Einkommen vorne – dicht gefolgt von der Metropole. Kleinstadt und Großstadt schnitten etwas schlechter ab.

Unter denjenigen, die mit dem Gehalt unzufrieden waren, war der Anteil der Frauen größer. Dies spiegelte sich aber nicht im angegebenen Einkommen: Die Note „Sehr gut“ gaben sie ebenso bei eher geringem Einkommen wie „Mangelhaft“ bei eher hohem Verdienst. Dennoch spielt das Einkommen eine starke Rolle: Als „Ausbeutung“ (Freifeld-Angabe, ergänzend zur Benotung, hier Note „Fünf“) wurde quer über Regionen und Geschlecht besonders oft eine Zahlung „bis 2500 Euro plus 20 % ab 10.000 Euro Umsatz“ bezeichnet – nicht zuletzt mit dem Hinweis, die Aufgabenverteilung lasse einen solchen Umsatz in nicht ausreichendem Maße zu. Es wurde oft kritisiert, dass Arbeitnehmern keine Einsicht in die Praxisumsatzstatistik möglich sei. Auch mangelnde Zuschüsse zu Fortbildung bzw. zu wenig arbeitsbefreite Zeit fanden sich unter den Kritikpunkten.
Unter denjenigen, die ihrem Verdienst die Note „Eins“ gaben (die Einkommensangaben wurden entsprechend modifiziert), fanden sich vergleichsweise viele „Teilzeit“-Tätige – die Verteilung Männer / Frauen entsprach hier dem Anteil an der Gesamtzahl der Antwortenden. Auch mehr Urlaub/mehr freie Tage fand sich bei Note „Sehr gut“ deutlich öfter.

Die Rolle der Extras
Während die Arbeitnehmer Zusatzleistungen ihres Arbeitgebers (Fortbildung, Kitaplatz, Fahrtgeld…) vergleichsweise selten als Plus- oder Minus-Punkt bei ihrer Einkommenszufriedenheit nannten, war die entsprechende Liste der Arbeitgeber lang und erstaunlich vielfältig. Die Arbeitnehmer unter den Zahnärzten gaben vor allem Tankgutschein und Fahrtkostenzuschuss an, Weihnachtsgeld, Zuschuss zur Kinderbetreuung, mehr Urlaub – und, eher exotisch in der Gesamtliste: die Gebühr für das Fitness-Studio. Die Liste der Arbeitgeber las sich erheblich umfangreicher und individualisierter: Hier spielte vor allem die Unterstützung der Fortbildung eine Rolle (von 500.- Jahreszuschuss bis zur Übernahme der vollen Kosten eines Curriculums). Mit deutlichem Abstand an zweiter Stelle standen Fahrtkostenzuschüsse vielfältiger Art (freier Parkplatz bis hin zu Firmenwagen), gefolgt von Stichworten wie Berufskleidung, flexibler Urlaubs-/Freizeit-Regelung und Sonderzahlungen verschiedenster Art sowie „großzügige Handhabung individueller Wünsche“.
Als überwiegend zufrieden mit dem, was sie ihrem angestellten zahnärztlichen Mitarbeiter bezahlen, zeigten sich die Arbeitgeber: 19 % bezeichneten ihr Verdienst-Konzept als „sehr gut“, 45 % als „gut“ und 27 % als „befriedigend“, nur 6 % als „ausreichend“ und 3 % als „mangelhaft“. Unter diesen fand sich als häufigste Anmerkung, dass der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin sehr hohe Forderungen stelle, zum Praxisgewinn wenig beitrage und viel Stress verbreite. Auch hier zeigte sich: Die Beurteilung stand in keinem direkten Zusammenhang mit der gezahlten Summe – eine vergleichsweise hohe Zahlung fand sich ebenso unter Note „Sehr gut“ wie eine eher sehr geringe unter Note „Mangelhaft“.

Ländliche Region – viel plus und bisschen minus

Mit weitem Abstand waren die Arbeitgeber in ländlicher Region zufrieden mit der Bezahlung ihrer Angestellten, an zweiter Stelle stand die Kleinstadt. Prozentual betrachtet gaben Arbeitgeber in einer BAG häufiger die Zufriedenheits-Note „Sehr gut“ als diejenigen in einer Einzelpraxis. Der Anteil der Männer und Frauen unter den Arbeitgebern mit dieser Zufriedenheits-Note entsprach dem Anteil an den Befragten. Auch bei der Zufriedenheits-Note „Gut“ war der Anteil der Arbeitgeber in ländlicher Region prozentual am größten, gefolgt von denen in einer Metropole, und die Arbeitgeber in einer BAG gaben prozentual öfter ein „Gut“ als diejenigen in der Einzelpraxis.

„Note Drei“ vergaben prozentual mehr weibliche als männliche Arbeitgeber, hier führte die ländliche Region, alle anderen Regionen entsprachen ihrem Anteil an den Umfragebeteiligten. Eher unzufrieden mit ihrer Gehaltszahlung zeigten sich die Frauen: Ihr Anteil bei Note „Ausreichend“ war deutlich höher als ihr prozentualer Anteil, bei Note „Fünf“ ebenfalls mehr als ihr Anteil an den Gesamtbefragten. Bei Note „Vier“ führt die Großstadt mit überproportionalen Punkten und bei Note „Fünf“ mit deutlichem Abstand zum Rest die „ländliche Region“. Während also die ländliche Region bei den Arbeitnehmern eher besser im Trend liegt, sehen die Arbeitgeber sie sehr gemischt – sie führt bei Note „Eins“ und gleicherweise bei Note „Fünf“.

Bei Betrachtung der Schnittstellen von bezahltem Gehalt/Fixum-plus-Provision, Region und der Vielzahl an Zusatzleistungen ergab sich kein eindeutiges Bild, das einzelne Bausteine für Verdienstzufriedenheit erkennen ließe. Die große Variabilität der Antworten auf gleiche Grunddaten zeigt deutlich den individuellen Aspekt, ob sich ein angestellter Zahnarzt leistungsgerecht bezahlt fühlt oder ein Arbeitgeber zufrieden ist mit seinem Gehaltskonzept. Arbeitgeber geben sich offensichtlich sehr viel Mühe, ihren angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzten vielfältige individuelle Zusatzleistungen anzubieten – mehr, als es den Arbeitnehmern bei der Beantwortung bewusst schien, da sie solche Extras vergleichsweise selten als Wert bei ihrer Verdienstzufriedenheit angaben.

Prozentual etwas zufriedener mit ihrer Situation waren Zahnärztinnen und Zahnärzte in BAGs und etwas unzufriedener weibliche Arbeitgeber und weibliche Arbeitnehmer – auch hier zeigten sich keine eindeutigen kausalen Verbindungen zu weiteren Angaben. Befragt wurden die Arbeitgeber auch, ob sie einen männlichen oder einen weiblichen angestellten Zahnarzt haben – hier interessierte im Hintergrund die Frage, ob eher männliche oder weibliche Arbeitnehmer zur wirtschaftlichen Zufriedenheit der Arbeitgeber beitragen. Ergebnis: Eindeutige Kausaltäten sind nicht erkennbar. Arbeitgeberinnen waren mit ihren angestellten Kolleginnen bzw. Kollegen ebenso zufrieden (bzw. unzufrieden) wie die Arbeitgeber. Eine „ideale Kombination“, so Dentista, ließ sich unter der Überschrift „Zufriedenheit mit der Gehaltszahlung“ nicht erkunden – das bestätigt, dass sich Zufriedenheit auf individuelle Faktoren gründet und mehr Bausteine hat als Region, Geschlecht, Einkommen und Zusatzleistungen. Nur ein Aspekt schälte sich als übergeordnetes Ergebnis heraus: Die ländliche Region ist hinsichtlich der Zufriedenheit sowohl  klarer Spitzenreiter, wenn es ums Wohlfühle und das gute Auskommen geht.

*) http://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/zufriedenheit-im-job-lohn-alleine-macht-nicht-gluecklich-293186

Bildquelle: Annett Kieschnick

Pressekontakt: Birgit Wolff, Dental Relations, info@zahndienst.de